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Esalen-Massage ist ein Angebot, körperlich und auch emotional loszulassen und sich im wahrsten Sinne des Wortes in die Hände eines anderen Menschen zu begeben. Dies bedeutet, einen Teil der Kontrolle abzugeben, die wir für das "Funktionieren" im Alltag brauchen. Es erfordert etwas Mut und Vertrauen, sich auf eine solche Situation einzulassen.
Sich körperlich, emotional oder auch spirituell berühren zu lassen, kann eine wunderschöne Erfahrung, manchmal aber auch ziemlich verwirrend sein. In unserem Kulturkreis sind wir meist nicht gewohnt, einen fremden Menschen so nah an uns heran zu lassen.
Viele Menschen empfinden die Vorstellung, liebevoll berührt zu werden, als angenehm. Andere fühlen sich vielleicht unwohl dabei. Wieder Anderen kann allein schon der Gedanke an eine körperliche Berührung Angst einjagen. Esalen-Massage Practitioner respektieren dies und arbeiteten mit den individuellen Grenzen einer Klientin oder eines Klienten. Esalen-Massage bietet eine Möglichkeit, diese Grenzen zu erforschen und eventuell zu erweitern.
Jede Klientin und jeder Klient hat unterschiedliche Vorerfahrungen und andere Erwartungen an eine Massage. Jeder Esalen-Practitioner einen eigenen, individuellen Stil. Ein ausführliches Gespräch am Telefon und / oder vor der Massage kann eine gute Basis für eine gemeinsame Arbeit schaffen. Scheuen Sie sich nicht, alle offenen Fragen zu stellen und auch eventuell bestehende Bedenken zu äußern. Nur in einem Umfeld, in dem Sie sich wirklich wohl fühlen, werden Sie eine Esalen-Massage wirklich genießen können. Im Vorgespräch lassen sich die jeweiligen Schwerpunkte der Arbeit klären, um die Grundlage für eine für beide Seiten bereichernde Massage zu schaffen.
Auch sollten Sie den Behandler über evtl. bestehende gesundheitliche Probleme, zurückliegende Operationen etc. informieren. Es gibt zwar nicht allzu viele Kontraindikationen für eine Esalen-Massage, aber in jedem Fall ist es ratsam, dies im Vorfeld abzuklären.
Für viele Menschen kann evtl. allein schon der Gedanke, sich evtl. ganz nackt auszuziehen für eine Massage, sehr befremdlich und beängstigend sein. Sie können sich dies überhaupt nicht vorstellen. Auch hier ist es wichtig, die eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu respektieren. Es ist nicht notwendig, sich ganz auszuziehen für eine Esalen-Massage. Die Massage kann im Prinzip (mit gewissen Einschränkungen) auch komplett bekleidet durchgeführt werden. Die langen Streichungen über den ganzen Körper lassen sich allerdings am schönsten genießen, wenn mann/frau unbekleidet ist. Gerade die Arbeit am unteren Rücken und im Bereich des Gesäßes sind wird oft als sehr angenehm empfunden, weil hier oft Schmerzen auftreten.
Die liebevolle Qualität der Berührung während einer Esalen-Massage kann zum Beispiel auch als sehr sinnlich empfunden werden. Die Begriffe "Sinnlichkeit", "Nähe", und "Intimität" werden heutzutage zumeist gleichgesetzt mit Erotik oder Sexualität. Eine Esalen-Massage ist jedoch keine erotische Massage. Gleichwohl kann während einer Massage-Sitzung das Thema "Sexualität" als ein persönliches Lebensthema für einen Klienten oder eine Klientin auftauchen. Für eine professionelle Arbeitsbeziehung zwischen Klient und Practitioner bedeutet dies, dass die Grenzen eindeutig und klar definiert sind. Nur diese Klarheit im Kontakt zueinander kann Raum schaffen, sich auf eine solche nahe und intime Arbeit einzulassen.
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